Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Herkenrath haben derzeit die Möglichkeit, bis zu vier Fremdsprachen während ihrer Schullaufbahn zu erlernen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, durch die Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften mehrere Sprachzertifikate zu erwerben.
Am Gymnasium Herkenrath wird in allen fünften Klassen als erste Fremdsprache Englisch unterrichtet, was zumeist einer Fortführung der Englischkenntnisse aus den im Einzugsbereich ansässigen Grundschulen entspricht. Zur intensiven Förderung und auch Angleichung der verschiedenen Sprachniveaus ist hier eine fünfte Englischstunde in der Stundentafel der Jahrgangsstufe 5 vorgesehen. Diese oftmals auch als Übungsstunde genutzt fünfte Englischstunde dient insbesondere auch der individuellen Förderung im Bereich der fremdsprachlichen Kommunikation.
Beginnend mit Klasse 7 erlernen die Schülerinnen und Schüler entweder Französisch, Latein - oder ab 2026/27 auch Spanisch - als zweite Fremdsprache. Für die Entscheidungsfindung stehen den Eltern und den Kindern eine Beratung durch Fachlehrkräfte zur Seite. Ebenso werden den Schülern mehrere „Schnupperstunden“ angeboten, in denen sie spielerisch einen Einblick in die neue Fremdsprache erhalten. Wer sich schließlich für Latein entscheidet, kann am Ende der Einführungsphase das Latinum erreichen.
Wer den Schwerpunkt eher auf lebendige Fremdsprachen legt, hat außerdem die Möglichkeit, ab Klasse 9 im Differenzierungsbereich Spanisch als dritte Fremdsprache zu erlernen, welche ebenso in der Oberstufe bis zum Abitur fortgeführt werden kann. Diese beginnt aber erst ab Jahrgangsstufe 9 und wird dann besonders durch Ergänzungsstunden gefördert (je eine Sonderstunde für Klasse 9 und 10). Ab dem Schuljahr 2028/2029 wird anstelle von Spanisch dann Französisch im Differenzierungsbereich ab Klasse 9 angeboten.
Mit Eintritt in die Oberstufe bietet die Schule erneut die Möglichkeit, Spanisch oder Französisch als neu einsetzende Fremdsprache zu belegen. Beide neu einsetzenden Fremdsprachen können auch als Abiturfächer belegt werden.

Für Schülerinnen und Schüler, die 2026/27 in die 7. Klasse eintreten ergibt sich eine Erweiterung in der Wahlmöglichkeit der 2. Fremdsprache. Neben Französisch und Latein tritt Spanisch neu hinzu. Im Differenzierungsbereich ab Klasse 9 kann als 3. Fremdsprache dann Franzsöisch gewählt werden. Unberührt davon bleibt, dass Spanisch als neueinsetzende Fremdsprache ab der EF gewählt werden kann.

Sehr geehrte Eltern und Erziehungsberechtigte, liebe Schülerinnen und Schüler der Klasse 6,
seit dem Schuljahr 2014/2015 können die SchülerInnen der Klasse 6 zwischen den Sprachen Französisch und Latein als zweite Fremdsprache, einsetzend mit Klasse 7, wählen. ab dem Schuljahr 2026/2027 kommt als weitere Wahlmöglichkeit Spanisch hinzu. Nachstehende Informationen sollen bei der Entscheidung zwischen den beiden Sprachen helfen. Wichtige Fragen sind beispielsweise:
Wie kann ich als SchülerIn wissen, welche Sprache für mich ab der Klasse 7 die richtige zweite Fremdsprache ist?
Was das Kind will, sollte entscheidend sein. Es gilt, gut abzuwägen. Man sollte sich die Argumente, die für Latein, Spanisch oder Französisch sprechen, in Ruhe durch den Kopf gehen lassen und vergleichen. Darüber darf man aber nicht vergessen, dass das Kind selbst das entscheidende Zünglein an der Waage sein sollte: Wie lernt es? Wie sprachbegabt ist es? Wie musikalisch ist sein Gehör? Und was will es vor allem selbst? Denn schließlich sind es nicht die Eltern, die in den nächsten Jahren zahlreiche Unterrichtsstunden in dem entsprechenden Fach erleben werden. Da spielt die Motivation eine große Rolle.
Alle Sprachen haben ihre Vorteile. Aber jede Sprache hat eben auch ihre Tücken. Wie immer steht und fällt viel mit der Begeisterungsfähigkeit der vermittelnden Lehrkraft. Grammatik lernen und Vokabeln pauken, das muss man hier wie da. Sowohl Französisch, Spanisch als auch Latein erfordern einiges an Übung und Ausdauer. Jeden Tag ein paar Minuten extra, um Vokabeln zu wiederholen und sich auch die Grammatik der letzten Stunden noch einmal anzusehen, sind das Mindeste, um am Ball zu bleiben. Dann aber erschließt sich sowohl mit Französisch, Spanisch als auch mit Latein eine Fülle von Anwendungsmöglichkeiten.
Französisch ist eine europäische Sprache. Tendiert man eher zum Französischen, ist sich aber noch nicht sicher, ob das Kind dafür geeignet ist, dann sind die Englischlehrkräfte die Ansprechpartner erster Wahl. Sie können am ehesten beurteilen, wie gut ein Schüler mit dem Erlernen von modernen Sprachen zurechtkommt - und wie viel Spaß es ihm macht, zu kommunizieren und auch mal Rollenspiele zu spielen. Hat ein Kind Freude an Sprachen, ein Gehör für Aussprache und Betonung und verfügt es über eine gewisse Imitationsfähigkeit, dann wird es mit der Wahl einer so klangvollen Sprache wie Französisch viel Freude haben. Allerdings müssen auch die Sprachbegabten täglich lernen, denn sonst werden auch für sie die unregelmäßigen Verben zur Stolperfalle.
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Nicht nur in Frankreich, auch in Belgien oder der Schweiz spricht man Französisch. Bei einem Urlaub können also die ersten erworbenen Sprachkenntnisse bereits angewendet werden. Das gelingt bereits nach wenigen Unterrichtsstunden. Selbst wenn man nur ein Brot kauft oder nach der Toilette fragt - ein Erfolgserlebnis ist es allemal.
Das DELF scolaire ist für Schüler der Sekundarstufe bestimmt und wird in Zusammenarbeit mit den Bildungsministerien der 16 Bundesländer und dem Institut français angeboten. Es bedeutet für die SchülerInnen die Möglichkeit, ein europaweit anerkanntes Sprachzertifikat auf verschiedenen Niveaus zu erwerben. Es erleichtert den Zugang zu einigen europäischen Universitäten, vergleichbar dem Cambridge Certificate.

Gewinner des Delf-Scolaire - Alle Teilnehmer der Delf-AG haben erfolgreich die Prüfungen in den verschiedenen Niveau abgelegt. Die Delf-AG wird jedes Jahr angeboten.

Latein ist die Basissprache mehrerer lebender Sprachen wie Französisch, Spanisch und Italienisch und hat auch das Englische und das Deutsche erheblich beeinflusst. Wir begegnen lateinischen Worten eigentlich auf Schritt und Tritt, ohne es zu wissen. Im modernen Lateinunterricht geht es nicht darum, Schülern Latein als Verständigungssprache nahe zu bringen, die Unterrichtssprache ist Deutsch.
Für viele Schüler ist es auch ein Vorteil, dass die lateinische Sprache weitestgehend so gesprochen wird, wie man sie schreibt. Im Lateinunterricht geht es um die Auseinandersetzung mit schriftlichen Texten. Erstes ausgewiesenes Ziel ist es, über die Sprache den Zugang zur griechisch-römischen Antike zu eröffnen. Die Schüler setzen die „alte“ Welt in Beziehung zur eigenen Lebenswelt. Die Antike ist fremd und nah zugleich, zumal sie unsere Kultur bis heute prägt. Nicht nachgeordnet ist der Nutzen im sprachlichen Bereich. Die Schüler lernen ein überschaubares Modell von Sprache kennen.
Die Beschäftigung mit Latein fördert nachhaltig das Verständnis für sprachliche Strukturen, legt ein gutes Fundament für das Erlernen weiterer Sprachen und fördert das Verständnis der Muttersprache in den Bereichen von Wortschatz und Grammatik.
„Schau genau“ ist die Devise bei der Spracharbeit. Das wiederum ist eine Arbeitsweise, die auf die Arbeit an anderen Lerngegenständen in verschiedenen Bereichen und anderen Fächern „gewinnbringend“ übertragen werden kann.
Das Latinum ist bundeseinheitlich anerkannt und wird nach aufsteigendem Pflicht- beziehungsweise Wahlpflichtunterricht entsprechend dem Lehrplan für das Fach Latein bei mindestens ausreichenden Leistungen im Abschlussjahr unter folgenden Voraussetzungen erworben: Lateinunterricht von Klasse 7 bis zum Ende der Einführungsphase. Das Latinum ist mit Ende der EF erreicht, sofern die abschließende Leistung "ausreichend" ist.

In einigen Studiengängen, u.a. Geschichte, Fremdsprachen auf Lehramt, Religionswissenschaften, teils Medizin, noch immer Zugangsvoraussetzung: Das Latinum.

Spanisch ist eine der meistgesprochenen Sprachen der Welt und wird nicht nur in Spanien, sondern auch in weiten Teilen Mittel- und Südamerikas gesprochen. Damit eröffnet die Sprache den Zugang zu zahlreichen Ländern, Kulturen und Lebenswelten. Gleichzeitig ist Spanisch eine bedeutende Weltsprache in Wirtschaft, Tourismus und internationaler Zusammenarbeit und bietet für viele Studiengänge und Berufe klare Vorteile. Im Spanischunterricht stehen neben Wortschatz und Grammatik vor allem die kommunikativen Fähigkeiten im Mittelpunkt.
Alltagssituationen werden durch Dialoge und Rollenspiele eingeübt, sodass die Schülerinnen und Schüler die Sprache aktiv anwenden können. Ergänzt wird dies durch landeskundliche Inhalte sowie Einblicke in kulturelle Besonderheiten der spanischsprachigen Welt – von Traditionen über Musik und Film bis hin zur Lebensweise der Menschen.
Ein weiterer Vorteil: Spanisch ist eng mit anderen europäischen Sprachen verwandt. Das Lernen erleichtert daher oft das Verständnis weiterer romanischer Sprachen und stärkt insgesamt das Sprachbewusstsein. Nicht zuletzt bietet Spanisch viele Möglichkeiten, das Gelernte praktisch anzuwenden – etwa auf Reisen oder in Begegnungen mit Menschen aus spanischsprachigen Ländern. Ziel des Unterrichts ist es, Freude an der Sprache zu entwickeln und Sicherheit im Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben zu gewinnen.
Zur Beantwortung dieser Frage ein kurzer Blick auf die Pflichtbelegungen in der gymnasialen Oberstufe. Im "sprachlich-literarisch-künstlerischen Aufgabenfeld" muss eine aus der Sekundarstufe I fortgeführte Fremdsprache bis zum Ende der Qualifikationsphase belegt werden. Bei den meisten Schülerinnen und Schülern ist dies Englisch. Sofern in der Qualifikationsphase nicht zwei Fächer aus dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich gewählt werden, muss eine weitere Fremdsprache bis zum Abitur gewählt werden, dies ist Französisch oder Spanisch. Latein endet mit dem Latinum in der EF.

Französisch kann als zweite Fremdsprache in der Qualifikationsphase nur dann eingeführt werden, wenn eine entsprechende Kursstärke gegeben ist. Ist dies nicht der Fall, so kann als zweite Fremdsprache bis zum Abitur ausschließlich Spanisch belegt werden, sofern diese in der EF belegt wurden. Viele Realschülerinnen und Realschüler belegen Spanisch als neueinsetzende Fremdsprache ab der EF im Rahmen der Verpflichtung, eine 2. Fremdsprache bis zum Abitur absolvieren zu müssen.
Ein Französisch GK geht als aus der Sekundarstufe I fortgeführte Fremdsprache bis zum Abitur. Gleiches gilt für Spanisch, das aus der Sekundarstufe I in der gymnasialen Oberstufe fortgesetzt werden kann. Latein, beginnend in Klasse 7, endet mit dem Latinum in der EF. Wenn die Kursgröße angemessen ist, kann ein Latein GK auch bis zum Abitur geführt werden.
In der Regel werden Schnupperstunden zu Französisch, Spanisch und Latein von Fachlehrern vor der Fremdsprachenwahl in Klasse 6 angeboten. Die Fremdsprachenlehrer informieren Ihre Kinder über die jeweiligen Termine im laufenden Unterricht. Außerdem findet vor den Wahlen immer ein gesonderter Informationsabend für die Eltern/ für interessierte Kinder statt (vgl. Terminplan). Hier bietet sich zusätzlich Raum für noch offene Fragen. Bitte beachten Sie hier die Einladungen, die per Mail oder Schulmanager verschickt werden.