Von der Einführungsphase zur Q1

Das erste Halbjahr der Oberstufe oder gar mehr ist geschafft, der Blick fokussiert sich nun mehr und mehr auf die baldige Qualifikationsphase. Die weitere, nun abiturrelevante Schullaufbahnplanung rückt in den Fokus und auch die Planungen beginnen bereits. Wesentliche Hinweise und Tipps zum Übergang von der Einführungs- in die Qualifikationsphase finden Sie unter den folgenden Seiten. Für Entscheidungen beziehen Sie stets die Beratung Ihrer Stufenleiter mit ein.

Abschlüsse am Gymnasium

Nach erfolgreicher Versetzung nach der 9. Klasse (Gymnasium) oder 10. Klasse (andere Schulform mit Q-Vermerk) gilt folgendes Schema:

Mit erfolgreicher Versetzung von der Einführungs- zur Qualifikationsphase haben auch die Schüler, die vom Gymnasium kommen, nun den mittleren Schulabschluss.

Aufgabenfelder (AF)

Die in der Oberstufe angebotenen Fächer werden stets – mit Ausnahme von Religionslehre und Sport – drei Aufgabenfeldern zugeordnet:
I sprachlich-literarisch-künstlerisches Aufgabenfeld
II gesellschaftswissenschaftliches Aufgabenfeld
III mathematisch-naturwissenschaftlich-technisches Aufgabenfeld


Angebot der Fächer am Gymnasium Herkenrath - Qualifikationsphase
Alle Grundkurse werden in der Regel dreistündig unterrichtet, neu einsetzende Fremdsprachen sind vierstündig. Die beiden Leistungskurse sind fünfstündig. Vertiefungskurse sind in der Qualifikationsphase nicht mehr wählbar.

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Pflichtbelegung in der Q-Phase

Falls nicht bereits unter den Abiturfächern, werden als Pflichtkurse belegt bzw. einbezogen:  

  • 4 Kurse Deutsch
  • 4 Kurse einer Fremdsprache:
    · Real- oder Hauptschüler, die in Sek. I keine 2. Fremdsprache bis zum Ende der Klasse 10 hatten, müssen die in Stufe EF neubegonnene Fremdsprache mit 4 Kursen einbringen
    · Falls sie 4 Kurse der aus Sek. I fortgeführten Fremdsprache einbringen, müssen sie zusätzlich 2 Kurse der in Stufe EF neubegonnenen Fremdsprache aus Q2 ein-bringen, so dass hier 6 Kurse einzubringen sind.
  • 2 Kurse eines musisch-künstlerischen Fachs (dazu gehört auch Vokalpraxis/ Instrumentalpraxis und Literatur)
  • 4 Kurse einer Gesellschaftswissenschaft; Zusätzlich dazu sind einzubringen: 
    · bei durchgehender Belegung von Geschichte, kein Sozialwissenschaften: 2 Kurse Sozialwissenschaften (Zusatzkurs SW) 
    · bei durchgehender Belegung von Sozialwissenschaften, kein Geschichte: 2 Kurse Geschichte (Zusatzkurs Ge) 
    · bei durchgehender Belegung einer anderen Gesellschaftswissenschaft, ohne Geschichte und ohne Sozialwissenschaften: 2 Kurse Sozialwissenschaften und 2 Kurse Geschichte, je als Zusatzkurs
  • 4 Kurse Mathematik
  • 4 Kurse Physik, Chemie oder Biologie. Auch bei Belegung von Informatik als Abiturfach müssen 4 Kurse Physik, Chemie oder Biologie belegt und angerechnet werden.
  • 2 Kurse Religionslehre oder Philosophie
  • 4 Kurse Sport; Bei amtsärztlichem Attest der Sportunfähigkeit muss eine entsprechende Zahl beliebiger Ersatzkurse gewählt werden. Diese Kurse sind Pflichtkurse, die belegt werden müssen. Sie müssen aber nicht in die Berechnung der Gesamtqualifikation eingebracht werden.
  • 2 Kurse des Schwerpunktfaches aus der Stufe Q2. 4 Kurse des sprachlichen oder naturwissenschaftlichen Schwerpunktes müssen belegt werden, von denen die beiden Kurse der Q2 für die Berechnung eingebracht werden müssen.
  • 1 Projektkurs kann im Umfang von zwei Halbjahreskursen eingebracht werden (zurzeit nicht angeboten).

Auch in der Q-Phase beträgt die Wochenstundenzahl im Durchschnitt jeweils 34 Unterrichtsstunden. Der Pflichtunterricht in den drei Jahren der gymnasialen Oberstufe umfasst insgesamt also mindestens 102 Wochenstunden.

Nach der Fächerwahl in der Einführungsphase können Fächer nur noch abgewählt werden. Es kann kein Fach neu gewählt oder getauscht werden (außer Literatur und Vokal-/Instrumentalpraxis in der Q1 und Zusatzkurse SW/ GE in der Q2).

Belegungsbeispiel Q1/Q2 1
Belegungsbeispiel Q1/Q2 2

Empfehlungen zur Fächerwahl für die EF

Über die Pflichtbelegung von 34 Wochenstunden (je nach Kurszusammenstellung) hinaus kann ein 12. Fach oder ein Vertiefungskurs belegt werden. Man sollte die Schullaufbahn breit anlegen, denn: Ein Zugang zu weiteren Fächern ist nach Beginn von EF.1 nicht mehr möglich (Ausnahmen: Literatur in Stufe Q1, die Zusatzkurse in den Fächern Geschichte und Sozialwissenschaften in Stufe Q2, eventuelle Projektkurse in der Q-Phase). Zudem beträgt die gesamte Pflichtwochenstundenzahl in der Oberstufe 102 Stunden (34 in der EF, je 34 im Schnitt in der Q-Phase).

Für die Bescheinigung des Latinums auf dem Abiturzeugnis muss Latein bis zum Ende von EF belegt und mindestens mit der Note ‚ausreichend’ abgeschlossen werden.

Eines der zum AF II gehörenden Fächer ist Pflichtfach bis zum Ende von Q2.2 und Abiturfach (sofern nicht Religionslehre das AF II in der Abiturprüfung ersetzen soll). Um sich nicht zu früh festzulegen, sollten zwei Fächer aus diesem Aufgabenfeld II gewählt werden.

Ebenfalls hinsichtlich der Belegung im AF II werden jetzt gewisse Vorentscheidungen über die Notwendigkeit der Belegung von Zusatzkursen in Q2 getroffen (Beispiel: Schüler ohne GE und / oder SW in EF müssen die entsprechenden Zusatzkurse GZ (Zusatzkurs Geschichte) und / oder SZ (Zusatzkurs Sozialwissenschaften) in Q2 belegen – hier sind mehrere Varianten denkbar).

Wenn man sich zum Wahl-Zeitpunkt noch nicht sicher ist, welchen Schwerpunkt die Schullaufbahn haben soll (siehe oben: 2 Fremdsprachen oder 2 Naturwissenschaften), kann man die Schullaufbahn jetzt so anlegen, dass sie beide Schwerpunkte enthält (z.B. mit der Belegung von Englisch und Französisch sowie Physik und Informatik). Bitte bedenken: Latein kann in der Regel in der Q-Phase nicht fortgeführt werden!

Philosophie kann statt Religionsunterricht belegt werden. Wenn Philosophie ohne Belegung von Religion Abiturfach werden soll, gilt es nicht als Ersatzfach. Dann muss dazu ein weiteres Fach im AF II belegt werden.

Klausuren und Klausurfächer in der EF - Zweites Halbjahr

Auch im zweiten Halbjahr gilt, dass mindestens 5 Fächer schriftlich sind (= Klausurfächer): In Deutsch, allen Fremdsprachen und Mathematik sind für jeden Schüler 2 Klausuren pro Halbjahr verpflichtend. Das bleibt auch im zweiten Halbjahr so. In schriftlich gewählten NW-Fächern werden nun ebenfalls zwei Klausuren geschrieben, geisteswissenschaftliche Fächer führen im zweiten Halbjahr weiterhin nur eine Klausur durch.

Es werden in EF (2. Halbjahr) in Deutsch und Mathematik landeseinheitlich zentrale Klausuren gestellt, welche die reguläre 2. Klausur in diesen Fächern ersetzen. Sowohl in Deutsch und Mathematik dauern die Klausuren in der Regel 100 Minuten, nicht nur 90 Minuten wie übliche Klausuren. Wesentliche Informationen, thematische Schwerpunkte und zu den zentralen Klausuren finden Sie unter folgendem Link:


Im 2. Halbjahr kann die Wahl der Schriftlichkeit geändert werden, z.B. deckt ein Halbjahr EK schriftlich und ein Halbjahr GE schriftlich die Klausurpflicht in AF II ab. Entsprechend kann man sich in vielen Fächern schriftlich erproben, ohne mit einer zu großen Klausurmenge überfordert zu werden. Im Falle eines Wechsels der Mündlich- und Schriftlichkeit sind unbedingt die Fristen der Um- bzw. der Abwahl zu beachten.

Für die Gesamtzahl der schriftlichen Fächer ist ein Richtwert schwer anzugeben. Allerdings sollten Fächer, die als Abiturfächer in Frage kommen, mindestens in einem Halbjahr als Klausurfächer benannt werden, um entsprechende Erfahrungen zu sammeln. Schon an dieser Stelle sei angemerkt: Das 3. und 4. Abiturfach kann zu Beginn von Q2 nur aus der Gruppe der ab Beginn von Q1 schriftlichen Fächer benannt werden.

Zu beachten bei der Leistungsbewertung in ALLEN Fächern: Gehäufte Verstöße gegen die sprachliche Richtigkeit und die äußere Form führen zur Absenkung der Klausurnote um eine Note (EF) bzw. um 1 bis 2 Notenpunkte (Q1 und Q2).